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Hans-Dinger-Preis 2014: Auszeichnung nur Nachwuchsforscher

Verbrennungsmotoren mit noch geringeren Abgasemissionen zu entwickeln, ist das Ziel dreier Nachwuchswissenschaftler, die mit dem Hans-Dinger-Preis 2014 geehrt wurden. Die von der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen (FVV) vergebene Auszeichnung ging dieses Jahr an Absolventen der Universitäten Karlsruhe, Leipzig und München.


Für seine an der Technischen Universität München (TUM) absolvierte Diplomarbeit über die Bewegung von Kolbenringen erzielt Marcus Hosbach den ersten Platz. Kolbenringe spielen eine entscheidende Rolle für die Emission von Abgasschadstoffen und Kohlendioxid. Denn ihre konstruktive Gestaltung bestimmt darüber, wie dick der Ölfilm an der Zylinderwand ausfällt und wie hoch die bei jedem Kolbenhub entstehende Reibung ist.  Um für künftige Motoren einen idealen Kompromiss zwischen Abdichtung und Reibung zu finden, untersucht die FVV in einem aktuellen Vorhaben die Beteiligung der Kolbenringe am Öltransport in den Brennraum. Dazu hat Hosbach einen wichtigen Beitrag geleistet: Er entwickelte ein Messverfahren, mit dem die Rotation des Kolbenrings um den Kolben genauer erfasst werden kann als je zuvor.

 

In seiner mit dem zweiten Platz prämierten Masterarbeit untersuchte Paul Sprenger, Universität Leipzig, ein Verfahren zur künstlichen Alterung von Abgaskatalysatoren: Zunächst werden die Katalysatoren gezielt mit flüssig eingebrachten Schadstoffen vergiftet und anschließend thermisch behandelt. Der Vergleich mit real gealterten Katalysatoren zeigt, dass das Verfahren zu realitätsnahen Ergebnissen führt. Wichtig ist die Arbeit Sprengers vor allem für den Einsatz neuer Biokraftstoffe. Darin enthaltene Reststoffe, vor allem Phosphor und Alkalielemente, können zur Desaktivierung des Katalysators führen.

 

Auch der Drittplatzierte, Andreas Gremminger vom Karlsruhe Institut für Technologie (KIT), beschäftigte sich in seiner Diplomarbeit mit der Katalysatoralterung – allerdings beim Betrieb mit Erdgas (Methan). Die von ihm untersuchten Methan-Schlupfkatalysatoren sollen verhindern, dass unverbranntes Methan in die Atmosphäre gelangt. Dort ist es etwa 20-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid. In aufwändigen Versuchen zeigte sich, dass die Alterung des Katalysators nicht nur von der Menge einzelner Schadstoffe beeinflusst wird, sondern auch von deren Kombination. Der Nachwuchswissenschaftler untersuchte zudem die Auswirkung der schleichenden Vergiftung auf die katalytisch wirkenden Materialien Palladium und Platin.

 

Der Hans-Dinger-Preis wird von der FVV alle zwei Jahre an Nachwuchswissenschaftler vergeben, die mit ihrer Arbeit besonders zum Gelingen eines der von der Forschungsvereinigung geförderten Projekte beigetragen haben. Die Auszeichnung erinnert an den ehemaligen Entwicklungsgeschäftsführer und Vorstandsitzenden der MTU. Hans Dinger (1927 bis 2010) förderte die industrielle Gemeinschaftsforschung zeitlebens und war von 1989 bis zu seinem Tod Ehrenvorsitzender der FVV.  

 

Die zugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.

Wichtige Termine zur FVV-Frühjahrstagung 2015

02.02.2015     

Abgabe der Tagungsbandbeiträge

09.02.2015

Abgabe der Projektanträge, die zur internen Begutachtung eingereicht werden müssen

06.03.2015

Abgabe der Projektskizzen und allen anderen Projektanträgen

13.03.2015

Abgabe der vorläufigen Präsentationen zur Vorbereitung für die Dolmetscher

Termine

Hier bieten wir Ihnen einen kom­pak­ten Überblick über die wich­tigs­ten Termine im Kontext der Moto­ren- und Turbo­ma­schi­nen­for­schung.

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