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25.02.2022

Gründung der Allianz Wasserstoffmotor

Industrie und Forschung arbeiten in neuer Initiative eng zusammen // Der Wasserstoffmotor kann einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.

Schulterschluss für klimafreundliche Mobilität: Im Januar 2022 haben Vertreter von Industrie und Forschung gemeinsam die „Allianz Wasserstoffmotor e.V.“ gegründet. Mitglieder sind Unternehmen der Fahrzeug- und Motorenindustrie, Zulieferbetriebe, Unternehmen der Energiebranche und Forschungsinstitutionen. Ihre Aufgabe: Chancen und Potenziale des nachhaltigen Technologiebausteins Wasserstoffmotor zu fördern.

Der Wasserstoffmotor kann mit einem hervorragenden Wirkungsgrad die Energie des Wasserstoffs in mechanische Energie umwandeln. Gleichzeitig punktet er mit Stärken wie Robustheit und hoher Lebensdauer sowie der Möglichkeit, ihn unter allen extremen Randbedingungen – wie Kälte, Vibrationsbelastung oder Hitze –dauerhaft zu betreiben. Günstige Betriebskosten, Wartungsfreundlichkeit und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu einem Hybridantrieb sind weitere Vorteile – und das bei kaum noch nachweisbarem Immissionseinfluss.

Zudem profitieren Wasserstoffmotoren von der großen Erfahrung im Motorenbau und machen diesen fit für eine nachhaltige Zukunft. Denn sie nutzen Wasserstoff anstelle der herkömmlichen fossilen Kraftstoffe zum Antrieb. Somit sind sie zudem eine ideale Ergänzung der Brennstoffzellentechnologie, da sie auf die gleiche Tankstelleninfrastruktur setzen. So kann der Wasserstoffmotor je nach Anwendung ideal im schweren Fernverkehr- oder auch dem Baustellenbetrieb sowie bei Ernte- und Arbeitsmaschinen eingesetzt werden.

Der Wasserstoff hat als Energieträger einen entscheidenden Vorteil: Er lässt sich gut speichern und transportieren, etwa von Gunststandorten auf hoher See, in Windregionen oder aus sonnenreichen Gegenden, wo er in großem Maßstab aus Wasser und grüner elektrischer Energie erzeugt werden kann. Damit eignet er sich unmittelbar als Treibstoff für die Mobilität. Er ist daher vor allem langfristig für den Import in die Industrieländer interessant, um den steigenden Energiebedarf zu decken.

Für all diese Vorteile will die Allianz Wasserstoffmotor werben und dabei gezielt auf Potenziale hinweisen sowie auf eine rasche und effiziente Weiterentwicklung hinarbeiten. Vertreten in der Allianz sind Industrievertreter wie Bosch, Daimler Truck, Deutz, Eberspächer, Mahle, der mittelständische Maschinenbauer Nagel und weitere Industriepartner sowie Forschungsinstitutionen wie das Karlsruher Institut für Technologie.

Forschungsvereinigung Verbrennungskraft­maschinen e.V.

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