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Bildquelle: Boston Consulting Group

14.07.2020

Grüne Technologien für grünes Geschäft

Gemeinsame Studie von Boston Consulting Group (BCG) und VDMA zeigt, dass grüne Technologien fast 90 Prozent weniger Treibhausgasemissionen in industriellen Anwendungen ermöglichen // Das Marktpotenzial der Dekarbonisierung bis 2050 liegt bei mehr als 300 Milliarden Euro pro Jahr // Die Studie identifiziert fünf Hebel, um ökologischen Fußabdruck der Industrie zu verbessern. Dabei bietet Wasserstoff ein großes Potenzial für den Maschinenbau

Grüne Technologien ermöglichen fast 90 Prozent weniger Treibhausgasemissionen in industriellen Anwendungen

Der Maschinen- und Anlagenbau nimmt durch seine Verflechtungen in alle Sektoren eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung des globalen Treibhausgas-Ausstoßes ein. Der Einsatz grüner Technologien bietet hier großes Potenzial. Wenn Maschinenhersteller ihren Kunden aus der Industrie grüne Technologien anbieten und den Umstieg voranbringen, lassen sich die 35 Gigatonnen (Gt) an Emissionen in der Industrie um bis zu 86 Prozent oder umgerechnet 30 Gigatonnen senken. Das sind Ergebnisse der Studie For Machinery Makers, Green Tech Creates Green Business. Die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) hat dafür gemeinsam mit dem Maschinenbauverband VDMA die Treibhausgasemissionen von 14 Sektoren ermittelt und analysiert, wie sich diese durch den Einsatz modernster Technologien reduzieren lassen.

Grüne Technologien reduzieren Emissionen in allen Industrien

Die Studie hat fünf technische Hebel identifiziert, mit denen der Maschinenbau den ökologischen Fußabdruck seiner Kunden verbessern kann. Jeder dieser Hebel beinhaltet eine breite Palette an Einzeltechnologien für die Unternehmen. „Bereits heute liefern Maschinen- und Anlagenbauer grüne Investitionsgüter. Die Energiewirtschaft profitiert von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie, wie Wind- und Wasserturbinen, oder optimierten Heiz- und Kühlsystemen mit Wärmerückgewinnung. In Industrieunternehmen werden zudem schon jetzt hocheffiziente Motoren eingesetzt“, erklärt Markus Lorenz, BCG-Partner und Studienautor. Durch eine flächendeckende Verbreitung und Nutzung dieser heute wirtschaftlichen Technologien könnten 13 Gigatonnen CO2e oder 37 Prozent des Gesamtausstoßes reduziert werden.

Umstieg auf nachhaltige Technologie birgt riesiges Marktpotenzial

Die Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen ist alternativlos, um die Klimaerwärmung zu stoppen. Für den Maschinen- und Anlagenbau ergibt sich hier eine große Chance. Durch den Umstieg auf grüne Technologien entsteht ein Marktpotenzial von über 300 Milliarden Euro pro Jahr. Das entspricht 12 bis 15 Prozent des derzeitigen Gesamtumsatzes in der Branche und summiert sich bis 2050 auf etwa 10 Billionen Euro.

„Hersteller, die an diesem Wachstum teilhaben wollen, richten ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio klimafreundlich aus und machen ihre Unternehmen fit für die Entwicklung und globale Vermarktung von Zukunftstechnologien. Wichtige Weichen müssen hier auch von der Politik in Form eines funktionierenden globalen Emissionshandels, Investitionen in die Forschung und eines Marktrahmens für die Skalierung neuer Technologien gestellt werden“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer.

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