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Bildquelle: FVV | Ch. Yunck

15.10.2019

Nachoxidation: Deutsch-japanische Forschungskooperation legt Zwischenbericht auf der FVV-Herbsttagung 2019 vor

Erster Zwischenbericht des international geförderten deutsch-japanischen Forschungsprojektes zur Entwicklung eines Nachoxidationsmodells für die 0D/1D-Simulation liegt vor // Die Projektpartner der Forschungseinrichtungen in Stuttgart (IVK) und Japan (Chiba, Meiji/Tokio) nutzen die FVV-Herbsttagung 2019 in Würzburg zur weiteren Abstimmung des Forschungsvorhabens // Finale Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 erwartet

Nach dem eine Delegation des Instituts für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen (IVK) der Universität Stuttgart im Juli (22.-25.07.19) nach Tokio gereist war, um vor Ort gemeinsam mit den japanischen Kollegen der Chiba University und der Meji University erste Ergebnissen des gemeinsamen Forschungsprojekts „Nachoxidation“ abzugleichen, legten die Wissenschaftlichen Leiter der beteiligten Forschungseinrichtungen, Prof. Dr. Michael Bargende und Prof. Dr. Yasuo Moriyoshi, auf der FVV-Herbsttagung in Würzburg (19.09.19) einen ersten Zwischenbericht vor.

Nachoxidation (HC, CO und Partikel) im Abgaskrümmer bei Ottomotoren

Ziel dieses innovativen Forschungsprojektes ist es, die Entwicklung eines Nachoxidationsmodells für die 0D/1D-Motorsimulation zu entwickeln, wozu ein tieferes Verständnis des entscheidenden Misch- und Oxidationsprozesses von Spülluft und fetthaltigen Verbrennungsprodukten erforderlich ist. Die Forschungsstellen wollen dazu eine mischungsoptimierte Abgaskrümmergeometrie entwickeln und auf dem Motorprüfstand bewerten.

Das neue Nachoxidationsmodell wird für die Simulation eines RDE-Fahrzyklusses (Messung von Emissionen im praktischen Fahrbetrieb) zur Verbesserung des transienten Motorverhaltens bei gleichzeitiger Minimierung der Emissionen benötigt. So können z. B. kritische Beschleunigungsmanöver untersucht werden, die zu einer Überschreitung der maximalen Katalysatortemperatur führen können.

Während die Prüfstandsmessungen von Chiba und Meiji University in Japan durchgeführt werden, betreut das IVK die CFD-Simulationen und die Entwicklung von 0D/1D-Modellen. Das Projekt endet planmäßig im Dezember 2020.

 

Bildlegende (v. l. n. r.):
Prof. Dr. Tatsuya Kubayama (Chiba University), Kazuo Takeuchi (Toyota), Prof. Dr.-Ing. Michael Bargende (IVK | Universität Stuttgart), Christine Burkhardt (EnginOS), Prof. Dr. Yasuo Moriyoshi (Chiba University)

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