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30.04.2021

CO2-neutral mobil mit grünem Strom? So reagiert der Stromsektor auf die alternativen Antriebslösungen

FVV veröffentlicht eine Ergänzungsstudie zur Lebenszyklusbetrachtung alternativer Antriebstechnologien // Die Auswirkungen einer zusätzlichen Nachfrage von Strom durch klimaneutrale Mobilität auf den europäischen Kohlenstoffmarkt sind ein wichtiger Baustein einer umfassenden LCA-Systemanalyse. Im Fokus standen daher energiebezogene CO2-Emissionen der Elektromobilität und deren Regulierung // Das EU-Emissionshandelssytem (EU-ETS) in seiner aktuellen Form wird den Anstieg der strombezogenen CO2-Emissionen zwar zu einem gewissen Grad reduzieren, aber nicht verhindern können

Die Auswirkungen einer zusätzlichen Nachfrage von Strom durch klimaneutrale Mobilität auf den europäischen Kohlenstoffmarkt (EU ETS) sind ein wichtiger Baustein einer umfassenden LCA-Systemanalyse. Daher haben das Beratungsunternehmen Frontier Economics und das Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) im Auftrag der FVV eine Ergänzungsstudie zur Cradle-to-Grave-Lebenszyklusanalyse im Mobilitätssektor (Heft R595/2020) vorgelegt:

Frontier Economics / IfW Kiel:
CO2-neutral mobil mit grünem Strom? So reagiert der Stromsektor auf die alternativen Antriebslösungen. Eine Bewertung energetischer und regulatorischer CO2-Effekte verschiedener Antriebstechnologien und Energieträger
Ergänzungsstudie | FVV-Heft R598 | Frankfurt am Main, Köln, Kiel, 2021

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Detaillierte Modellierungen des EU-Strommarktes und des EU-Emissionshandelssystems zeigen, dass der Ladebedarf von E-Fahrzeugen in absehbarer Zukunft zu zusätzlichen Emissionen im Stromsektor führen wird.
  • Die Mechanismen des EU-ETS in seiner aktuellen Form werden den Anstieg der strombezogenen CO2-Emissionen zwar zu einem gewissen Grad reduzieren, aber nicht verhindern können.
  • Die CO2-Emissionen synthetischer erneuerbarer Kraft- und Brennstoffe bzw. erneuerbarer Kraftstoffe nicht-organischen Ursprungs (RFNBO) werden dagegen unter der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive – RED II) deutlich strikter reguliert. Damit dürfte der prognostizierte Emissionsrückgang viel effektiver und unter den aktuellen regulatorischen Bedingungen auch verlässlicher sein. Die Regulierung der für die Produktion von RFNBO benötigten Kohlenstoffquellen wird in Zukunft jedoch noch näher erforscht werden müssen.

 

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