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FVV-Newsletter | Februar 2020

Noch sind bei der Energie- und Verkehrswende viele Fragen offen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist überzeugt, dass Erdgas noch für viele Jahre ein wichtiger Bestandteil des Energieversorgungssystems – Stichwort Gas2030 – bleiben wird. Will man aber langfristig die selbstgesteckten ambitionierten Klimaziele erreichen, muss der verbleibende Gasbedarf zunehmend durch CO2-freie beziehungsweise CO2-neutrale gasförmige Energieträger ersetzt werden. Dazu zählen insbesondere der sogenannte „grüne“ Wasserstoff, der durch Elektrolyse aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, und der „blaue“ Wasserstoff, der aus Erdgas durch die Abscheidung von CO2 gewonnen wird. Wasserstoff jedenfalls ist aus Peter Altmaiers Sicht ein Schlüsselrohstoff, der unverzichtbar für die erfolgreiche Dekarbonisierung der eigenen wie auch vieler anderer Volkswirtschaften sein wird. Diese Meinung teilt auch der 1. Vizekanzler der EU-Kommission Frans Timmermans, der mit dem „Green Deal“ Europa als ersten Kontinent bis zum Jahr 2050 klimaneutral machen und gleichzeitig zukunftsweisende industriepolitische Rahmenbedingungen setzen möchte. Die FVV und ihr Netzwerk beschäftigen sich auf politischer und Forschungsebene ebenfalls intensiv mit dem „Hoffnungsträger“ unter den Energieträgern der Zukunft. Außerdem blicken wir nach Japan: Auf der JSAE-Frühjahrstagung Anfang Mai in Yokohama wird es auf Einladung unseres Partnerverbandes AICE eine FVV-Session geben. Und ein weiteres deutsch-japanisches Partnerprojekt unter CORNET-Flagge geht an den Start.


Professor Sebastian Bauer als Präsident der AiF bestätigt
Prof. Dr.-Ing Sebastian Bauer wurde als Präsident der AiF bestätigt // Prof. Dr.-Ing. Claudia Langowsky (FAT/VDA) wird als Nachfolgerin von Prof. Dr. Kurt Wagemann (DECHEMA) neu zur Vizepräsidentin gewählt // Die Amtszeit des Präsidiums beträgt drei Jahre
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CfP | Internationale VDMA P2X-Konferenz 2020
Die internationale Power-to-X (P2X) Konferenz "From Production to Application" am 27. Oktober 2020 in Heidelberg bringt Anlagenhersteller und Anwender aus verschiedenen Branchen zusammen, um technische Herausforderungen und Barrieren der P2X-Technologie zu diskutieren // Vortragseinreichung bis zum 16. März 2020 // Eine Veranstaltung der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Power-to-X for Applications (P2X4A)
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Verkehr, Klimaschutz und Nachhaltigkeit untrennbar - CSU-Landesgruppe und AiF-Experten beraten
AiF-Experten treffen Mitglieder der CSU-Landesgruppe zum umwelt- und verkehrspolitischen Austausch // Klimaschutz soll zum Konjunkturprogramm werden // Ziel der flächendeckenden Mittelstandsförderung in Deutschland erreicht
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CfP | E-MOTIVE Expertenforum Elektrische Fahrzeugantriebe 2020
12. Expertentreffen zu Elektrischen Fahrzeugantrieben und Elektromobilität findet vom 16.–17. September 2020 in Wolfsburg statt // Vortragseinreichung bis 27.03.2020 // E-MOTIVE ist eine Initiative von VDMA, FVA und FVV
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THEMIS News
 

Aktuelle Forschungsergebnisse (Januar/Februar)
Zu den Abschlussberichten

 

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KURZNACHRICHTEN AUS DEM NETZWERK
POWER SYSTEMS | VDMA-Magazin 12-2019
Sind Gasturbinen Auslaufmodelle? EUTurbines widerspricht: Gaskraftwerke sind weit mehr als eine Brückentechnologie
 

Prof. Dr. Thomas Thiemann, Vorsitzender des europäischen Herstellerverbandes EUTurbines erklärt im Interview, warum Gaskraftwerke weit mehr sind als eine Brückentechnologie auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft: „Sie bieten die Chance zu einer Klimaneutralen Strom- und Wärmeversorgung. Die Hebelwirkung ist enorm. Wenn es gelingt, Stromnetze mit verlässlich bereitstehendem, klimaneutral erzeugtem Regelstrom zu betreiben, wird es möglich sein, unseren Bedarf komplett mit erneuerbaren Energien zu decken.“ Thomas Thiemann ist auch Entwicklungsleiter bei Siemens, Spezialist für Energy Transition Technologies und Vorsitzender von VDMA Power Systems. Bis 2030 wollen die Turbinenhersteller 100-prozentig mit Wasserstoff betriebene Turbinen liefern. „Wir sind fest entschlossen, diesen Weg zu gehen und Lösungen für eine vollständige Dekarbonisierung zu entwickeln. Wer, wenn nicht die großen Industrieunternehmen?“ Für Mitglieder des FVV-Innovationsnetzwerks steht auf THEMIS das gesamte Interview zum Download bereit.

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EUTURBINES | Selbstverpflichtung 2020
Unser Ziel: Klimaneutralität – Selbstverpflichtung der Gasturbinenhersteller zur Dekarbonisierung der Stromerzeugung
 

EUTurbines ist der Verband führender europäischer Gas- und Dampfturbinenhersteller unter dem Dach des VDMA. Mitglieder sinf Ansaldo Energia, Baker Hughes, Doosan, Škoda Power, GE Power, MAN Energy Solutions, Mitsubishi Hitachi Power Systems, Siemens Gas & Power sowie Solar Turbines. Schon 2020 werden die Hersteller in Europa Gasturbinen anbieten, die einen Anteil von bis zu 20 Prozent Wasserstoff im Gas verarbeiten können. Bis 2030 werden sie Turbinen entwickeln, die mit reinem Wasserstoff arbeiten. Zudem werden Nachrüstungslösungen angeboten, damit Betreiber Gaskraftwerke jüngeren Baujahrs auch bei steigenden Wasserstoffanteilen weiterbetreiben können. Alle Mitglieder haben diese Selbstverpflichtung unterschrieben, denn sie betrachten die Dekarbonisierung der Stromerzeugung in Kombination mit einer klugen Kopplung der Sektoren als große Chance zur zügigen Reduzierung des Weltweiten CO2-Aussosses.

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Wir liefern: Die Selbstverpflichtung im Praxistest - Informationsveranstaltung der Gasturbinenindustrie | 17. März 2020 (16:00-18:30) | Brüssel

Weiterführende Informationen finden Sie auf der EUTurbines-Webseite


NEUES AUS DER PROJEKTWELT
PG1 Gesamtsystem | H2 im Gasnetz (DVGW & FVV): Wieviel Wasserstoff vertragen Gasmotoren?

Wasserstoff kann CO2-Emissionen senken und wird so zukünftig einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Auch in Fragen der Mobilität wird Wasserstoff eine wichtige Rolle spielen. Wird dieses Gas aber zunehmend zum Heizen von Gebäuden, für industrielle Prozesse oder zum Antrieb von Fahrzeugen verwendet, müssen Gasnetze höhere und variierende Mengen an Wasserstoff aufnehmen, transportieren und für Anwendungen bereitstellen. Wie aber wirkt sich das veränderte Gasgemisch auf heutige Technologien und insbesondere auf Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen oder Blockheizkraftwerken aus? Das untersucht ein FVV-Projekt, das gemeinsam mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) durchgeführt wird. Hierbei betrachten die Forscher, wieviel Wasserstoff die Gasmotoren vertragen und wie Technologien sowie Gasnetze am besten angepasst werden können. Ziel ist es, gemeinsam mit Fahrzeug- und Motorenherstellern den praktikabelsten und wirtschaftlich günstigsten Weg hin zu mehr Wasserstoff aufzuspüren.

 

Das Projekt ist auf die Dauer von zwei Jahren angelegt und wird von einem Konsortium aus mehreren renommierten Instituten durchgeführt: der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut, dem Gastechnologischen Institut in Freiberg (DBI-GTI), dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Think Tank Frontier Economics. FVV und DVGW fördern die wissenschaftliche Arbeit mit einem Budget von insgesamt 560.000 Euro. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten liegt zunächst in Deutschland und soll perspektivisch auf Europa ausgeweitet werden.

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EIN EUROPÄISCHER GRÜNER DEAL
OFFENER BRIEF DER VERBÄNDE
Als erster Kontinent bis 2050 klimaneutral werden
 

Die EU-Kommission hat mit ihrem „Green Deal“ ambitionierte Pläne vorgestellt: Europa soll als erster Kontinent bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Der Green Deal soll neben der gesetzlichen Verankerung der Klimaziele verschiedene Maßnahmenpakete umfassen, um Klimaneutralität zu ermöglichen und gleichzeitig industriepolitische Chancen zu generieren. Neben der Sektorenkopplung, Änderungen in der Energiebesteuerung und Strategien für eine nachhaltige Mobilität ist auch die Förderung nachhaltiger alternativer Kraftstoffe angedacht. In diesem Zusammenhang ist auch der von Frans Timmermans formulierte „Traum“ der Partnerschaft mit Nordafrika zu sehen, dort Wasserstoff zu produzieren und mittels bestehender Infrastruktur nach Europa zu transportieren. So kann auch aus Sicht der Industrie eine umfassende Energiewende gelingen.

 

Im Namen von 17 Verbänden hat der VDMA einen offenen Brief an EU-Vizepräsidenten Frans Timmermans zur Bedeutung von Wasserstoff und P2X verschickt. Im Brief machen die Industrieverbände, darunter VDMA Motoren & Systeme (MUS) mit der AG P2X4A und VDMA Power Systems (PS) mit EUTurbines und EUGINE, konkrete Vorschläge, wie ein industrialisierter und wettbewerbsfähiger Markt für P2X in Europa aufgebaut werden kann.

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MOTOREN UND SYSTEME | P2X4A
Interesse am Thema Wasserstoff und P2X? Werden Sie Mitglied in der VDMA-Plattform "Power-to-X for Applications"
 

Der VDMA setzt sich mit dieser Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Peter Müller-Baum, VDMA Motoren und Systeme, mit rund 80 Mitgliedern erfolgreich für die Power-to-X-Technologie ein. Dies in Zusammenarbeit auch mit anderen Verbänden, aber auch basierend auf einem breiten Netzwerk, das nicht nur den Anlagenbau sondern die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt: In der AG P2X4A sind u.a. auch die Abnehmer von grünem Wasserstoff und eFuels vertreten, etwa die Automobilhersteller, sowie Firmen der Mineralölwirtschaft. Die Hersteller von Industriemotoren setzen sich bereits seit Längerem beispielsweise für die Maritime Energiewende ein, die eine klimaneutrale Schifffahrt zum Ziel hat. Die Technologie-Roadmap sieht hier neben der Hybridisierung und dem Einsatz von LNG-Gasmotoren insbesondere den sukzessiven Austausch fossiler Kraftstoffe durch eFuels vor.

 

Weitere Informationen zu den Arbeitsschwerpunkten der Plattform finden Sie im kürzlich erschienen Jahresbericht 2019. Ihre Fragen richten Sie bitte an die stellv. Geschäftsführerin Dr. Carola Kantz in Brüssel.

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VORSCHAU
FVV-Session auf der JSAE-Frühjahrskonferenz in Yokohama

Kazuo Takeuchi (Toyota) und Dietmar Goericke werden das gemeinsame IGF-Forschungsprogramm der FVV und ihrer japanischen Partnerorganisation AICE (Research Association of Automotive Internal Combustion Engines) auf der Frühjahrskonferenz der JSAE (Society of Automotive Engineers of Japan) in Yokohama vorstellen. Dafür erhält die FVV am 20. Mai 2020 in der Programmplanung eine eigene Session mit Fachvorträgen zu den ersten beiden Forschungskooperationen, die von CORNET (Collective Research Networking) und NEDO (New Energy and Industrial Technology Development Association) gemeinschaftlich gefördert werden, und einem weiteren FVV-Leuchtturmprojekt:

  • Nachoxidation (1336) | PG2 Selbstzündung | CORNET
    Vortragende: Prof. Dr. Michael Bargende (IVK, Universität Stuttgart), Prof. Yasuo Moriyoshi (Chiba University), Associate Professor Tetsuya Aizawa (Meiji University)
     
  • Kraftstoff-/Öltransportmessung (1396) | PG4 Gestaltfestigkeit & Tribologie | CORNET
    Vortragende: Prof. Dr. Gerhard Matz (IAM, TU Hamburg), Prof. Dr. Georg Wachtmeister (LVK, TU München), Professor Masayuki Ochiai (Tokai University)
     
  • 2025+ Anforderungen an die Abgasnachbehandlung (1206) | PG6 Emission & Immission | FVV
    Vortragender: Prof. Dr. Christian Beidl (VKM, TU Darmstadt)

Die Kick-off-Veranstaltung (PA1) zum CORNET-Projekt „Kraftstoff-/Öltransportmessung“ wird am 19. Mai 2020 in Tokio stattfinden. Das Forschungsvorhaben ist offiziell zum 01.01.2020 gestartet und endet planmäßig zum 31.12.2021.

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DIE MENSCHEN HINTER MODERNER FORSCHUNG
Takao Fukuma
Gemeinsam forschen
 

Seit 25 Jahren arbeitet Takao Fukuma für den japanischen Automobilhersteller Toyota am Dieselmotor – und war damit in einem Land, in dem der Ottomotor den Pkw-Markt dominiert, lange Zeit ein Exot. Jetzt widmet er sich der industriellen Gemeinschaftsforschung. Denn im Land der aufgehenden Sonne haben Forscher und Entwickler erkannt, wie viel Dynamik entstehen kann, wenn sich Experten zusammentun.

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Georg Wachtmeister
Die Spur des Feuers
 

Wer beim Motor schädliche Emissionen vermeiden will, der muss den Verbrennungsvorgang ganz genau kennen. Georg Wachtmeister baut mit seinem Team am Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen der TU München die Versuchsmotoren dafür selber zusammen – und forscht daran, wie etwa beim Gasmotor Methan-, beim Ottomotor CO2- und beim Dieselmotor NOx-Emissionen wirksam reduziert werden können.

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VERANSTALTUNGEN
22. - 24. April 2020
INTERNAT. WIENER SYMPOSIUM 2020 | ÖVK
 

Das Internationale Wiener Motorensymposium veranstaltet und organisiert vom Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik, ist eine der weltweit führenden Veranstaltungen dieser Art. Am Wiener Motorensymposium versammeln sich mehr als 1000 Entscheidungsträger der bedeutendsten Unternehmen der weltweiten Automobilbranche. Das zweitägige Programm bietet eine Vielzahl von wegweisenden Vorträgen und bietet ausreichend Zeit zum Meinungsaustausch und zur Vernetzung. Ergänzt wird dieses hochkarätige Vortragsprogramm durch eine begleitende Fachausstellung, auf der die führenden Automobil- und Zulieferfirmen neueste Technologien und Entwicklungen präsentieren.

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03. - 04. September 2020
6. Rostocker Großmotorentagung (RGMT)
 

Zunehmend strengere Emissionsgesetze sowie ein gesteigertes öffentliches Interesse an umweltverträglichen Antriebskonzepten bestimmen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Großmotorenhersteller sowie deren Zulieferer. Mit der Einführung der IMO TIER III-Emissionsgesetzgebung für Schiffsantriebe müssen die Stickoxidemissionen drastisch reduziert werden. Gleichzeitig gilt es, neuen, weitreichenden Regulierungen auf dem Kraftstoffsektor zu entsprechen. Dies gelingt nur durch die Entwicklung und Anwendung neuartiger Technologiekonzepte und Steuerungsstrategien. Neueste Forschungs- und Entwicklungsergebnisse zur Einhaltung zukünftiger Emissionsgesetze stehen ebenso im Fokus dieser Veranstaltung wie die Darstellung geltender und zukünftiger Rahmenbedingungen.

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Weitere Tipps finden Sie auf unseren Webseiten: Veranstaltungsempfehlungen | THEMIS-Kalender


 
Vielen Dank & Alles Gute
 

Auf der FVV-Frühjahrstagung Ende März verabschieden wir uns nach fast zwanzig Jahren von unserem Kollegen Harald Gustmann, der wie kein anderer die Feinheiten der IGF-Projektadministration in der Kooperation mit unseren Fördergebern kannte. Er wird in Würzburg den Leiter der Planungsgruppe 5 "Motordynamik & -akustik" ein letztes Mal in der Planung des neuen Forschungsprogramms unterstützen, bevor er am 1. April, nein - kein Scherz, in den Ruhestand tritt. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Harald Gustmann und wünschen alles Gute für diesen neuen Lebensabschnitt!

 

Bei Fragen zu Ihrem Newsletter-Abonnement wenden Sie sich bitte an Petra Tutsch und Stephanie Smieja: newsletter@fvv-net.de

 
 
FVV | Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen e. V.
Lyoner Straße 18 | 60528 Frankfurt am Main | Deutschland
 
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