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FVV-Newsletter | Juni/Juli 2020

Die Politik hat in den letzten Wochen vorgelegt: Wasserstoffstrategie und Konjunkturprogramm der Bundesregierung, ein europäischer Grüner Deal und Corona-Aufbaupaket. Man möchte Zukunftsperspektiven für die Wirtschaft durch die Stärkung der Heimatmärkte schaffen. Der VDMA hat in diesem Zusammenhang zwei Studien zum Marktpotenzial der Dekarbonisierung - grüne Technologien im allgemeinen und Brennstoffzellentechnologie im besonderen - veröffentlicht. Verbunden mit der Aufforderung an die Politik, Investitionen in die industrienahe Forschung zu stärken sowie zügig einen Marktrahmen für die Skalierung neuer Technologien zu schaffen. Und dem Hinweis an die Marktteilnehmer, die sich bietenden Potenziale für sich zu nutzen. Vor diesem Hintergrund wollen wir in unserem letzten Newsletter vor der Sommerpause die neueste Orientierungsstudie der FVV vorstellen, die die Rolle von CO2-Lebenzyklusemissionen alternativer Antriebe in einem globalen Energie- und Kohlenstoffsystem nicht nur unter energie- und klimapolitischen, sondern auch marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet und zu dem Schluss kommt, dass nur eine valide Lebenszyklusanalyse eine objektive Beurteilung technologischer Alternativen erlaubt und alle Technologieoptionen, die einen vergleichbaren Nutzen erbringen, auch gleichwertig reguliert und gefördert werden sollten. Unsere LCA-Studie zeigt aber auch, dass noch ganz viele Fragen offen sind. Wer möchte, kann den Autor der Studie, Dr. David Bothe von Frontier Economics, im September im Rahmen unserer Herbsttagung erleben und befragen. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen schönen Sommer. Bleiben Sie gesund!


FVV-METASTUDIE ZUR LEBENSZYKLUSANALYSE ALTERNATIVER ANTRIEBE | ICEV - BEV - FCEV IM VERGLEICH

Lebenszyklusanalysen (LCA) geben Aufschluss darüber, wie klimafreundlich neue Antriebstechnologien wirklich sind. Eine neue Metastudie der FVV, durchgeführt von Frontier Economics, analysiert existierende Lebenszyklusstudien aus den letzten 15 Jahren. Ein ergänzendes Thesenpapier leitet zentrale Anforderungen an künftige Gesetze und Richtlinien zum Klimaschutz ab: Sie sollten wirtschaftlich effizient, sektorübergreifend, technologieoffen, global und möglichst langfristig gestaltet werden. Dabei zeigt sich, dass in einem globalen Energie- und Kohlenstoffsystem unter Klimagesichtspunkten verschiedene Technologie-Alternativen zur Verfügung stehen. Eine klar überlegene Antriebstechnologie gibt es nicht. Der Schlüssel zu nachhaltiger Mobilität liegt in einem fairen Technologiewettbewerb und der Defossilisierung der Energieerzeugung.


Dr. David Bothe (Frontier Economics), der zusammen mit seiner Kollegin Theresa Steinfort, die Studie erarbeitet hat, wird die Ergebnisse am 25. September 2020 im Rahmen der digitalen FVV-Herbsttagung vorstellen.


Unser besonderer Dank gilt dem Vorstand der FVV, insbesondere dem Vorsitzenden Prof. Dr. Peter Gutzmer, und dem Redaktionskreis unter der Leitung von Wolfgang Maus (WMC), die den Diskussionen im Vorfeld der Veröffentlichung wichtige Impulse gegeben haben.

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FVV-Pressemitteilung | 21.07.2020
Lebenszyklusemissionen im Mobilitätssektor | Bilanz gezogen
 

Elektroantriebe, mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen und der Einsatz synthetischer Kraftstoffe in Verbrennungsmotoren: Derzeit werden verschiedene Technologien diskutiert, um die klimaschädlichen CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr deutlich abzusenken. Aus wissenschaftlicher Sicht sind dabei nicht nur die direkten Emissionen im Betrieb zu berücksichtigen, sondern auch jene Treibhausgase, die durch die Produktion der Fahrzeuge, der Herstellung der Energieträger, deren Verteilung und nicht zuletzt das Recycling am Ende des Fahrzeuglebens entstehen. So gerechnet, ergibt sich für alle Kombinationen von Antrieben und Energieträgern ein relativ enges Band der Gesamtemission während der Lebenszeit. Der Durchschnittswert über alle Studien reicht von 25 bis 35 Tonnen CO2 pro Fahrzeug, sofern fossile Energieträger noch anteilig für die Herstellung von Strom, Wasserstoff oder synthetischen Kraftstoffen eingesetzt werden. Kommen im Betrieb hingegen ausschließlich regenerativ erzeugte Energieträger zum Einsatz, ergibt sich ein Durchschnittswert von 9 bis 16 Tonnen CO2 für das gesamte Fahrzeugleben.

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Interview | MTZ 07-08/2020
Wir müssen „Return on Investment“ denken
 

Um Klimaneutralität im Mobilitätssektor zu erreichen, müssen Deutschland und Europa langfristig auch den Verkehrssektor nahezu vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Oft steht dabei die direkte Elektrifizierung der Neuwagenflotte insbesondere durch batterieelektrische Fahrzeuge im Fokus. Eine energiewirtschaftliche Betrachtung von FVV und Frontier Economics zeigt jedoch, dass chemische Energieträger, die als E-Fuels aus erneuerbarem Strom gewonnen werden können, ebenfalls ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Energiewende im Verkehr sein werden. Das politische Statement für direkte Elektro- und Wasserstoffmobilität in den Konjunkturprogrammen scheint nicht weit genug gedacht. Ohne die Cradle-to-Cradle-Betrachtung der gesamten Kreislaufwirtschaft der Mobilität kann eine nachhaltige Verkehrswende nicht funktionieren. „Die Lehre für die Antriebsstrangentwicklung ist, sich alle Optionen anzusehen und zur Marktreife zu bringen“, fasst Dietmar Goericke die Ergebnisse der Studie zusammen.

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THEMIS News
 

Steuerliche Forschungsförderung:
Wie funktioniert das neue Instrument?

Neues aus der AiF:
Nachtragshaushalt berücksichtigt Industrieforschung

THEMIS-Termine:
Ihre FVV-Termine im August

 
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NEUES ZU STROMBASIERTEN KRAFTSTOFFEN | MARKTSTUDIEN
CO2-Minderung im Verkehr: Auf den intelligenten Mix alternativer Antriebe und Kraftstoffe kommt es an
Die Arbeitsgruppe 2 der Nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ prüft in ihrem zweiten Kurzbericht, welchen Beitrag alternative Antriebe und Kraftstoffe bei der Reduktion von CO2-Emissionen im Verkehrssektor leisten können // Im Vordergrund der Untersuchungen steht die umfassende Bewertung der CO2-Wirkung von Elektromobilitätskonzepten, Wasserstoff und Brennstoffzellen sowie biomasse- und strombasierter Kraftstoffe für den Klimaschutz unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen
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Brennstoffzellen - Antrieb im Wandel II | Neue VDMA-Studie veröffentlicht
VDMA veröffentlicht gemeinsam mit FVA und FVV Trendanalyse zur Rolle der Brennstoffzellentechnologie im Mobilitätssektor // Im Fokus: Markttrends für PKW, Nutzfahrzeuge sowie mobile Maschinen bis 2040 // Fortsetzung der Studie „Antrieb im Wandel“ aus dem Jahr 2018
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Berücksichtigung erneuerbarer Kraftstoffe in den EU-Flottenzielen - Ein Beitrag zur Emissionsminderung
Die EU-Flottenziele der CO2-Gesetzgebung für Neufahrzeuge sind ein wichtiger Baustein der EU-Klimastrategie // Für den Verkehrssektor in Deutschland wird bis 2030 eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 40 – 42 % gegenüber dem Stand von 1990 angestrebt // BMWi und Frontier Economics stellen nun einen detaillierten Entwurf für eine Anrechnung von CO2-Reduktionen aus synthetischen und fortschrittlichen alternativen Kraftstoffen (SuFAK) im Rahmen der EU-Flottenziele vor
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Grüne Technologien für grünes Geschäft
Gemeinsame Studie von Boston Consulting Group (BCG) und VDMA zeigt, dass grüne Technologien fast 90 Prozent weniger Treibhausgasemissionen in industriellen Anwendungen ermöglichen // Das Marktpotenzial der Dekarbonisierung bis 2050 liegt bei mehr als 300 Milliarden Euro pro Jahr // Die Studie identifiziert fünf Hebel, um ökologischen Fußabdruck der Industrie zu verbessern. Dabei bietet Wasserstoff ein großes Potenzial für den Maschinenbau
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NEUES AUS DER PROJEKTWELT
Ein Wettlauf gegen die Zeit

Es wird nicht ohne Übergangstechnologien gehen. Bis eine direkt elektrifizierte Flotte auch in jenen Anwendungsbereichen, in denen sie sinnvoll und wettbewerbsfähig ist, auf unseren Straßen rollt, brauchen wir andere Alternativen zu fossilen Kraftstoffen. Und bis die indirekte Elektrifizierung durch Wasserstoff flächendeckend verfügbar ist, damit Brennstoffzellenfahrzeuge oder H2-Verbrenner bezahlbar unterwegs sein können, wird ebenfalls noch einige Zeit vergehen. Strombasierte synthetische Kraftstoffe, mit denen sowohl Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor als auch die Bestandsflotte betrieben werden können, sind eine gesamtökologisch interessante Alternative zum direkten elektrischen Verkehr.


Ob sich synthetische Kraftstoffe auf Basis von Methylether als Dieselersatz eignen, hat ein FVV-Arbeitskreis ("XME-Diesel") untersucht. Das Verbundforschungsvorhaben wurde im Rahmen des BMWi-Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ mit 3,5 Millionen Euro gefördert. Wird das richtige Molekül ausgesucht, sinken CO2-Emissionen und Schadstoffe deutlich. Wir haben den Leiter des Forschungsprojekts, Dr. Werner Willems, Kraftstoffspezialist im Ford Research and Innovation Center Aachen, zum Gespräch getroffen.

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VERANSTALTUNGEN
16.-17.09.2020 | Online
E-MOTIVE Expertenforum 2020 | Online-Veranstaltung
 

Industrie und Forschung arbeiten schon heute an der Mobilität von morgen. Die Elektromobilität steht dabei für die Verbindung von Klimaschutz, gesellschaftlichem Wandel und wirtschaftlichem Erfolg. Der Antriebsstrang der Zukunft spielt dabei eine zentrale Rolle. Um sinnvolle und erfolgreiche Lösungen zu finden benötigt es Orientierung und Expertise. E-MOTIVE bietet dazu die beste Gelegenheit. Tauschen Sie sich mit internationalen Experten führender Unternehmen und Institute aus – und partizipieren durch Wissenstransfer, aktuelle Forschungsergebnisse und Einblicke in die industrielle Praxis: 16. - 17. September 2020 | Online-Veranstaltung.

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20.-21.10.2020 | Hanau
Experten-Forum Powertrain 2020 | Präsenzveranstaltung
 

2019 hat ATZlive die drei etablierten Fachtagungen „Ladungswechsel und Emissionierung“, „Reibung in Antrieb und Fahrzeug“ sowie „Simulation und Test“ im Experten-Forum Powertrain unter einem Dach zusammengeführt und damit ein neues Veranstaltungsformat geschaffen. Der eigenständige Charakter dieser bekannten Tagungen mit technischem Tiefgang bleibt dabei erhalten. Die Teilnehmer haben nun zusätzlich die Möglichkeit, in die parallelen Tagungsstränge zu wechseln und so ihren Blickwinkel zu erweitern. Das Tagungsformat fördert mit verbindenden Elementen wie gemeinsamen Keynote-Vorträgen und einer gemeinsamen Podiumsdiskussion das zunehmend wichtiger werdende Systemdenken: 20. - 21. Oktober 2020 | Hanau.

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FVV | Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen e. V.
Lyoner Straße 18 | 60528 Frankfurt am Main | Deutschland
 
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